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Sportverletzungen: Wenn der Körper beim Training Stopp sagt

  • 24. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Juli



Kennst du dieses Gefühl?


Du bist mitten im Spiel oder Training, machst eine schnelle Drehung oder landest ungünstig nach einem Sprung, und sofort spürst du einen stechenden Schmerz. Vielleicht knackt es kurz, vielleicht schwillt die Stelle innerhalb von Minuten an, und du fragst dich, wie schlimm es wirklich ist und ob du jetzt sofort handeln solltest. Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du hier genau richtig.



Welche Sportverletzungen kommen besonders häufig vor?


Sportverletzungen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen, akute Verletzungen durch ein plötzliches Ereignis und Überlastungsschäden, die sich über längere Zeit durch wiederholte Belastung entwickeln.


Zu den häufigsten akuten Verletzungen zählen Verstauchungen, etwa des Sprunggelenks beim Umknicken, Zerrungen und Muskelfaserrisse, vor allem in der Oberschenkel- und Wadenmuskulatur, sowie Verletzungen der Bänder im Knie, etwa des Kreuzbandes oder des Innenbandes. Auch Prellungen durch direkte Stöße oder Stürze gehören in diese Kategorie.

Überlastungsschäden entwickeln sich dagegen meist langsamer und betreffen häufig Sehnen und Gelenke, etwa eine Reizung der Achillessehne, ein sogenanntes Läuferknie an der Außenseite des Kniegelenks oder Schienbeinkantensyndrom bei Läufern. Diese Beschwerden entstehen oft durch eine zu schnelle Trainingssteigerung oder muskuläre Ungleichgewichte.



Woran erkennst du, wie ernst eine Sportverletzung ist?


Bei akuten Verletzungen geben einige Anzeichen erste Hinweise auf den Schweregrad. Ein hörbares Knacken im Moment der Verletzung, eine sofort einsetzende, starke Schwellung oder die Unfähigkeit, die betroffene Stelle noch zu belasten, deuten auf eine ernstere Verletzung hin, etwa einen Bänderriss oder eine Fraktur.


Leichtere Verstauchungen oder Zerrungen äußern sich dagegen meist durch einen Schmerz, der zwar unangenehm ist, aber eine eingeschränkte Belastung noch erlaubt, kombiniert mit einer Schwellung, die sich erst nach einigen Stunden deutlicher zeigt. Bei Überlastungsschäden steht meist kein einzelner Moment der Verletzung im Vordergrund, sondern ein schleichend zunehmender Schmerz, der zunächst nur bei Belastung auftritt und sich mit der Zeit auch in Ruhe bemerkbar macht.



Welche Faktoren begünstigen Sportverletzungen?


Eine der häufigsten Ursachen für akute Verletzungen ist ein unzureichendes Aufwärmen vor der Belastung, wodurch Muskeln und Sehnen weniger elastisch und anfälliger für Verletzungen sind. Auch muskuläre Ungleichgewichte zwischen verschiedenen Muskelgruppen, etwa eine im Vergleich zur Oberschenkelvorderseite schwache Rückseite, erhöhen das Verletzungsrisiko deutlich.


Bei Überlastungsschäden ist häufig eine zu schnelle Steigerung von Trainingsumfang oder Intensität die Ursache, der Körper hat schlicht nicht genug Zeit, sich an die neue Belastung anzupassen. Ungeeignetes Schuhwerk, eine unzureichende Regeneration zwischen den Trainingseinheiten und vorbestehende, nicht vollständig ausgeheilte Verletzungen erhöhen das Risiko für erneute Probleme zusätzlich.



Was kannst du direkt nach einer Verletzung tun?


Bei akuten Verletzungen hat sich das sogenannte PECH-Schema bewährt, eine einfache Abfolge erster Maßnahmen. Pause bedeutet, die Belastung sofort zu stoppen, um die Verletzung nicht zu verschlimmern. Eis, also Kühlung, kann in den ersten Stunden Schwellung und Schmerz reduzieren, sollte aber nie direkt auf der Haut, sondern stets mit einem Tuch dazwischen erfolgen. Compression steht für eine leichte, elastische Kompression, etwa mit einer Bandage, die ebenfalls gegen die Schwellung wirkt.


Hochlagern der betroffenen Extremität unterstützt zusätzlich den Rückfluss der Flüssigkeit und wirkt so der Schwellung entgegen.


Diese Sofortmaßnahmen ersetzen keine Diagnostik, können aber in den ersten Stunden nach der Verletzung viel bewirken.



Wann zum Arzt, wann zur Physiotherapie?


Bestimmte Anzeichen erfordern eine zeitnahe ärztliche Abklärung, idealerweise noch am selben Tag. Dazu zählen eine starke, sofort auftretende Schwellung, eine sichtbare Fehlstellung des Gelenks, die komplette Unfähigkeit, die betroffene Extremität zu belasten, oder ein deutliches Instabilitätsgefühl im Gelenk. Auch ein hörbares Knacken im Moment der Verletzung in Kombination mit starken Schmerzen sollte ärztlich untersucht werden, um Brüche oder schwerere Bandverletzungen auszuschließen.


Bei leichteren Verstauchungen, Zerrungen oder beginnenden Überlastungsschäden kann eine frühzeitige physiotherapeutische Einschätzung helfen, die Verletzung richtig einzuordnen und von Anfang an die richtigen Schritte für eine sichere Rückkehr zum Sport einzuleiten.



Wie hilft Physiotherapie nach einer Sportverletzung?



Nach der akuten Phase steht zunächst der Erhalt beziehungsweise die Wiederherstellung der Beweglichkeit im Vordergrund. Manuelle Therapie kann dabei helfen, Bewegungseinschränkungen im betroffenen Gelenk zu lösen und umliegende Strukturen zu mobilisieren.


Bestehen Schwellungen, etwa nach einer Bänderverletzung, kann Manuelle Lymphdrainage den Abtransport der überschüssigen Flüssigkeit unterstützen und die Heilung beschleunigen.


Im weiteren Verlauf rückt der gezielte, sportartspezifische Wiederaufbau von Kraft, Stabilität und Koordination in den Mittelpunkt, denn eine Rückkehr zum Sport sollte erst erfolgen, wenn der Körper den spezifischen Anforderungen wieder gewachsen ist. Genau hier setzt die Sportphysiotherapie an, mit Trainingsprogrammen, die exakt auf die jeweilige Sportart und Verletzung abgestimmt sind.


Wenn du dich gerade von einer Sportverletzung erholst und sicher wieder ins Training einsteigen möchtest, lohnt sich eine fachkundige Begleitung. Im Zentrum moderner Physiotherapie in Stralsund entwickeln wir mit dir einen Plan, der dich Schritt für Schritt sicher zurück zu deinem Sport bringt.




 
 
 

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