KG-ZNS nach Bobath: Bewegung neu lernen nach einer neurologischen Erkrankung
- 29. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Kennst du dieses Gefühl?
Eine Bewegung, die früher völlig automatisch ablief, wie das Greifen nach einer Tasse oder das Aufstehen vom Stuhl, fühlt sich nach einer neurologischen Erkrankung plötzlich fremd und mühsam an. Vielleicht reagiert ein Arm oder ein Bein nicht mehr so, wie du es möchtest. Genau für solche Situationen wurde das Bobath-Konzept entwickelt.
Was ist KG-ZNS nach Bobath?
KG-ZNS steht für Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage und bezeichnet die Behandlung nach dem Bobath-Konzept, einer der bekanntesten Therapieansätze in der Neurologie. Die Grundidee dahinter ist, dass das Nervensystem auch nach einer Schädigung in der Lage ist, sich anzupassen und neue Verbindungen aufzubauen, ein Prozess, der als Neuroplastizität bezeichnet wird.
In der Therapie wird gezielt versucht, vorhandene Bewegungsressourcen zu aktivieren und normale Bewegungsmuster anzubahnen, statt einseitig kompensatorische Strategien zu fördern. Dabei wird der Mensch immer als Ganzes betrachtet, nicht nur die einzelne betroffene Extremität.
Bei welchen Beschwerden hilft KG-ZNS nach Bobath?
Diese Therapieform kommt vor allem bei Lähmungen und anderen neurologischen Erkrankungen zum Einsatz, etwa nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, nach einer Rückenmarksverletzung oder bei anderen Erkrankungen, die die Bewegungssteuerung beeinträchtigen.
Typische Behandlungsziele sind die Verbesserung der Rumpfkontrolle, des Gleichgewichts, der Gehfähigkeit oder feinmotorischer Bewegungen wie das Greifen, je nachdem, welche Funktionen im individuellen Fall betroffen sind.
Wie läuft eine Behandlung ab?
Am Anfang steht eine ausführliche Befundung, bei der genau erfasst wird, welche Bewegungen noch möglich sind und wo die größten Einschränkungen liegen. Darauf aufbauend entwickelt der Therapeut gemeinsam mit dir alltagsnahe Bewegungsziele, etwa sicherer aufstehen, gezielter greifen oder stabiler gehen zu können.
Die Übungen selbst sind oft sehr spezifisch und werden in kleinen, nachvollziehbaren Schritten aufgebaut. Wichtig ist dabei vor allem Geduld, da sich Fortschritte bei neurologischen Erkrankungen häufig über einen längeren Zeitraum zeigen, dafür aber oft sehr nachhaltig sind. Auch Angehörige werden häufig mit eingebunden, etwa um erlernte Bewegungsabläufe im Alltag zu unterstützen.
Wenn du oder ein Angehöriger nach einer neurologischen Erkrankung gezielte Unterstützung bei der Bewegungstherapie sucht, begleiten wir diesen Weg gerne mit der nötigen Erfahrung und Geduld. Im Zentrum moderner Physiotherapie in Stralsund setzen wir das Bobath-Konzept individuell auf deine Situation abgestimmt ein.
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